2010: Evaluierung aufgelaufener Unterhaltsbedarf

Publiziert: 15.06.2016
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Nach der Sanierung wird das Haus deutlich weniger Strom verbrauchen.

Die überalterte Haustechnik im Kultur Casino Bern (KCB) verursachte zunehmend Betriebsstörungen und führte zu unvorhergesehenen Reparaturen. Der Kleine Burgerrat erteilte daher im Jahr 2010 der Kultur Casino Kommission den Auftrag, die Unterhaltskosten betreffender Anlagen für die kommenden 10-15 Jahre zu errechnen. Es stellte sich heraus, dass in den vergangenen Jahrzehnten massiver Sanierungsbedarf aufgelaufen war und das Haus sogar grundlegend renoviert werden müsste.

Das denkmalgeschützte Gebäude, welches zum UNESCO-Weltkulturerbe-Inventar gehört, hat sich über 100 Jahre in seiner ursprünglichen Funktion erhalten. Die zahlreichen baulichen Eingriffe im Laufe der Zeit brachten zwar kurzfristig Verbesserungen mit sich, komplizieren heute insgesamt jedoch die betrieblichen Abläufe in erheblicher Weise.

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Das Gebäude wurde seit über 100 Jahren nie grundlegend renoviert.

Grosse Sanierung steht bevor
Die im Jahr 2010 durchgeführte umfassende Überprüfung des Zustands der Haustechnik im KCB hat zudem aufgedeckt, dass das gesamte Haus erheblichen Renovierungsbedarf aufweist. Die meisten haustechnischen Anlagen sind am Ende ihrer Lebensdauer angelangt. Die Betriebskosten des Gebäudes sind aufgrund der veralteten Anlagen und der unzeitgemässen Lösungen im elektrischen Bereich enorm hoch. Eine ressourcenschonende und nachhaltige Unterhaltung des Hauses ist aktuell kaum möglich. Ebenso verlangen neue Sicherheitsvorschriften nach baulichen Anpassungen.

Auch Räume sanierungsbedürftig

Die derzeitigen Küchenanlagen stehen seit fast 30 Jahren in Betrieb und entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Auch in logistischer Hinsicht besteht in der Gastronomie Optimierungsbedarf. Weiter stehen für den Kulturbetrieb zu wenig Garderoben und Einspielräume zur Verfügung, sodass heute auf die Foyers ausgewichen werden muss. Die Zugänge zum Restaurant und zu den Sälen im 1. Obergeschoss entsprechen zudem nicht den Anforderungen an ein zeitgemässes Kultur- und Gastronomiehaus.

Hohe zu erwartende Sanierungskosten zwangen zu einer Gesamtbetrachtung

Der aufgelaufene Unterhaltsbedarf wurde auf rund 50 Mio. Franken geschätzt. Allein diese hohen Kosten haben die Burgergemeinde veranlasst, das KCB einer eingehenderen Gesamtbetrachtung zu unterziehen und dafür ab November 2012 eine Spezialkommission einzusetzen.

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